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Benjamin Franklin Zitate


Der am 17. Januar 1706 als einer von zehn Söhnen in Boston geborene Benjamin Franklin war einer der Gründerväter der USA. Franklin verdiente sich den Titel „Der erste Amerikaner“ (engl. „The First American“) für seinen frühzeitigen und unermüdlichen Einsatz für koloniale Einheit.

Sein Vater, Josiah Franklin, war Seifen- und Kerzenhersteller und seine Mutter, Abiah Folger, war die zweite Ehefrau von Josiah. Insgesamt hatte Josiah 17 Kinder. Sein Vater wünschte sich sehr, dass Benjamin ein Geistlicher wird. Er konnte es sich jedoch nur leisten, dass Benjamin ein Jahr lang die Schule besucht. Die Ausbildung zum Geistlichen hätte jedoch mehrere Jahre gedauert. Benjamin liebte völlig zwanglos das Lesen und so passte es auch gut, dass sein Bruder James ein Drucker war. Der Vater schickte daher Benjamin zu seinem Bruder, wo er mit einer Lehre begann. Bei seiner Arbeit setzte der junge Benjamin unter Anderem Broschüren zusammen und verkaufte die kleinen Arbeiten anschließend auf der Straße. Als er 15 Jahre alt war, startete sein großer Bruder die erste Zeitung, die sich auf lokale Nachrichten in Boston bezog („The New England Courant“). Nach einer Weile kam in Benjamin der Wunsch auf, selbst für die Zeitung zu schreiben. Er wusste jedoch ganz genau, dass es ihm sein Bruder nicht gestatten würde. Aus diesem Grund legte er sich fiktive Namen zu und schrieb weltkritische Briefe und Texte, die er in der Nacht heimlich unter der Tür des Geschäftes durchschob. Seine Texte wurden ein großer Erfolg und jeder fragte sich, wer der geheimnisvolle Schriftsteller wirklich war. In seinen Schriften ging es unter anderem um die Frage, wie Frauen behandelt werden sollten. Nach 16 Briefen gestand Benjamin, dass er der Verfasser war. Sein Bruder beschimpfte ihn und war sehr Eifersüchtig auf Benjamin, da er viel Aufmerksamkeit bekam. Aufgrund verschiedener Umstände kam James in ein Gefängnis, sodass Benjamin die Zeitung alleine weiterführen musste. Als James freigelassen wurde, war er mit der Arbeit seines jüngeren Bruders nicht zufrieden und sehr undankbar. Dies war sicherlich ein Grund dafür, weshalb Benjamin die Flucht im Jahre 1723 ergriff.

Die Flucht an sich war ein illegaler Tatbestand im jungen Amerika. Zunächst reiste Benjamin mit einem Boot nach New York, wo er sich erhoffte, eine Arbeit als Drucker zu finden. Nachdem dieser Plan scheiterte, reiste er über New Jersey nach Philadelphia. Hier traf er auf seine zukünftige Frau namens Deborah Read. In Philadelphia, der führenden Stadt der Kolonien, arbeitete Benjamin zunächst sehr erfolgreich als Gehilfe in einer Druckerei. Zwischenzeitlich reiste er aufgrund verschiedener Umstände und geschäftlichen Interessen nach London, doch kehrte bald wieder nach Philadelphia zurück. Bevor er in London war, lebte er bei der Familie von seiner zukünftigen Ehefrau. Diese hatte ihm auch schon von Heiratsabsichten erzählt, doch Benjamin fühlte sich noch nicht bereit dafür. In der Zeit, als er in London war, lernte sie einen anderen Mann kennen und heiratete ihn. Später trennte sicj dieser von Deborah und sie heiratete Benjamin. Zurück in Philadelphia startete Franklin, nachdem er sein Potenzial erkannte, ein eigenes Druckgeschäft. Er arbeitete sehr hart und bekam einen guten Ruf. Neben seinem Druck-Business führte Franklin außerdem einen Buchladen und zusammen mit seiner Frau einen Laden, in dem alles Mögliche angeboten wurde.

Später kaufte Franklin eine Zeitung auf („Pennsylvania Gazette“). Er druckte sie nicht nur, sondern schrieb hin und wieder unter Pseudonymen selbst für die Zeitung. Sie wurde ein großer Erfolg unter seiner Leitung. Später veröffentlichte er sogar einen eigenen Almanach mit Aphorismen.

Zu seinen Lebzeiten leistete Franklin viele Beiträge zur Verbesserung der Gesellschaft, in der er lebte. Er startete zum Beispiel Projekte zur Verbesserung der Sauberkeit seiner Stadt und half bei der Gründung des ersten Buchverleihs seiner Nation. Außerdem koordinierte er die Zusammenstellung eines Teams zur Verbesserung der Gesundheitssituation, woraus das Pennsylvania Hospital entstand. Feuer stellte für Menschen in Philadelphia stets eine große Bedrohung dar. Franklin verbesserte die Situation, indem er eine Feuerwehr gründete und Versicherung gegen den Eigentumsverlust durch Brände ins Leben rief.

Während Franklins Druckgeschäft immer weiter wuchs, widmete er sich sogar eigenen Erfindungen (u.a. ein Heizsystem für Häuser). An diesen hatte er jedoch kein großes kommerzielles Interesse – er wollte lediglich den Menschen helfen. Im Jahre 1749 zog er sich schließlich aus seinen Geschäften zurück und widmete sich Experimenten und der Wissenschaft (darunter seine berühmten Forschungen bezüglich der Elektrizität).

Nun interessierte sich Franklin immer mehr für politische Angelegenheiten. Er ging nach England, wo er Pennsylvania bei der Klärung der Streitfrage vertrat, wer die Kolonie repräsentieren sollte. Zu dem Zweck hatte er eine Petition dabei, die Forderte, dass die Familie Penn ihr Amt verliert. England hatte zu der Zeit viele Annehmlichkeiten, die Amerika fehlten. Franklin wünschte sich sehr, in England bleiben zu können, doch dem Stand seine Frau Deborah entgegen. Es folgte die Kontroverse um den sogenannten „Stamp Act“, bei dem es vor Allem um Steuergelder ging. Letztendlich wurde Franklin gefeiert, da er die Aufhebung des Gesetzes in Gang setzte. Das Stempelgesetz war für Franklin ein Anlass, um über die Unabhängigkeit der Kolonien von England mehr nachzudenken. Die Korruption um ihn herum störte ihn außerdem immer mehr. Franklin, der 1754 einen Plan für die Vereinigung der Kolonien vorgeschlagen hatte, sollte nun gezielt auf dieses Ziel hinarbeiten…

Der große „Bruch“ mit England erfolgte in der sogenannten „Hutchinson Affäre“. Thomas Hutchinson war ein von England ernannter Gouverneur von Massachusetts. Obwohl er seine Loyalität zu den Menschen in Massachusetts bezüglich deren Beschwerden gegen England bekundete, arbeitete er letztendlich trotzdem für den König. Franklin bekam Wind von einigen Briefen Hutchinsons, in denen die Rede von Kürzungen englischer Freiheiten in Amerika war. Franklin schickte diese Briefe nach Amerika, wo sie für eine enorme Empörung sorgten. Daraufhin verurteilte man ihn für diesen „Vertrauensbruch“.

Er begann damit, sich aktiv für die Unabhängigkeit einzusetzen. Da sein Sohn die Ansichten Benjamins nicht vertrat, gab es einen Bruch in der Vater-Sohn-Beziehung. All die Vorfälle waren Anlass für den Entwurf der Unabhängigkeitserklärung von Amerika, die Franklin in einem Komitee aus fünf Personen erarbeitete. 1776 unterschrieb Franklin die Unabhängigkeitserklärung und reiste als Botschafter nach Frankreich an den Hof Ludwigs XVI, wo er herzlich empfangen wurde (vor Allem bei Frauen war er hier sehr beliebt und zu diesem Zeitpunkt war er alleinstehend, da seine Frau Deborah Jahre zuvor verstorben war).

Letztendlich unterschrieb Frankreich das Allianzabkommen mit Amerika. In seinen späten 70er Jahren kehrte Franklin nach Amerika zurück. Hier empfing man ihn mit großer Aufregung und Begeisterung. Er wurde zum Präsidenten des „Executive Council“ von Pennsylvania gewählt. Auch in diesem Alter hatte er noch Ziele und Anliegen, wie der Einsatz gegen die Sklaverei. Im Alter von 84 Jahren starb Franklin am 17. April 1790. Über 20.000 Menschen besuchten die Beerdigung des Mannes, der durch seinen enormen Tatendrang und großen Visionen zu einer Legende wurde. Genauso wie z.B. Abraham Lincoln, wird oft nach Zitaten von Benjamin Franklin gesucht. Der Grund: Er war nicht nur bedeutend für die USA, sondern war ein sehr interessanter Mensch, der sehr viel bewegt hat.

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